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Segeln

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....das Segeln und ich..

Nachdem ich es leid war, dass mich mein "Laser" immer wieder ins Wasser geworfen hat, stand für mich fest:

"ich bau mir ein Kajütboot, bei dem ich um den Mast rumgehen kann, ohne dass es kippt!"

"Mensch, du wohnst 600 km von der See entfernt, kannst du nichts anderes finden als ein Segelboot zu bauen?" war noch die harmloseste Bemerkung als ich die Absicht kund tat, mir ein Kajütboot bauen zu wollen. Aber wie das so ist, solch gutes Zureden hat nur bewirkt, dass ich mir sagte "und jetzt erst recht!"
Der Bekannte der mir eine leerstehende Halle für die Bauzeit überlies meinte als die ersten Sperrholzplatten angeliefert wurden, "na ja, wenn´s nichts wird, kannst du das Holz ja immer noch verheizen".


Durch so viel aufbauenden Zuspruch ermutigt ging ich voller Zuversicht ans Werk.

Und das ist die Geburtsstory meiner "Flokl 2".

Wie sie einmal aussehen sollte und den ganzen bautechnischen Kram hat Dr. Segger (in Seglerkreisen sicher kein Unbekannter) ausgearbeitet. Von ihm habe ich den Plan gekauft. Ein Kajütkreuzer von ca. 21 ft LüA sollte es werden, mit einer Segelfläche von etwa 19 m². Der Tiefgang musste variabel sein, deshalb war ein Schwert vorgesehen und als Baumaterial habe ich mich für Bootsbausperrholz entschieden.

Als das Holz und das übrige Baumaterial angeliefert und in der Halle gestapelt war hab` ich mich erst einmal mit ein paar Flaschen Bier in eine Ecke verdrückt und einen einsamen Kampf mit allen plötzlich auftauchenden Bedenken geführt. Ihr wisst ja, Selbstmotivation oder so, nach dem Motto :"... das schaffst du, ....du wirst es allen schon zeigen, ... usw." Na ja und dann habe ich allen Optimismus zusammengenommen und angefangen.

Als erstes wurden die Sperrholzplatten geschäftet und zusammengeleimt. Dann galt es den Riss vom Plan auf die jetzt 7 m langen Sperrholzplatten zu übertragen. Das Aussägen war der nächste Schritt. "Wenn du dich jetzt versägst kannst du gleich noch mal von vorne anfangen" ging mir durch den Kopf als ich die Säge ansetzte. Aber welche Freude, es ging besser als gedacht.
Die beiden Bootswände zusammenrädeln, das Bugholz einsetzen, den Kiel versteifen und alles verkleben und verleimen waren die nächsten Schritte. Jetzt kommen die Schotten dran. Sie sollen den Bootskörper innen versteifen und Verwindungen verhüten. "Hoffentlich tun sie es auch, der Dr. Seeger wird wohl alles richtig berechnet haben", denke ich mir dabei.
,,,

Die Deckplatte kann aufgesetzt, verschraubt und verleimt werden. Halt! Den Schwertkasten nicht vergessen.

Aus dem Haufen Sperrholz ist inzwischen etwas geworden in dem man mit einigem guten Willen schon so was wie ein Boot erkennen kann. "Ob mich manchmal die Lust an der ganzen Sache verlassen hat" fragen Sie? Na ja, wenn es in der Halle finster und kalt war ( der Bau hat sich über den Winter hingezogen ) und ich so allein vor mich hin gearbeitet habe - da kommen schon so manche Gedanken und es gilt den "inneren Schweinehund" zu überwinden. Aber ich war ja nicht immer allein. Als Gegenleistung zu Pizza oder Eis konnten Frau und Tochter immer wieder einmal für Hilfeleistungen gewonnen werden. Und auch meine Freunde, mancher davon vielleicht aus Neugier, haben selbstlos mit Hand angelegt.

Es ist wieder einmal an der Zeit, Geld auszugeben. Mast, Baum, Rigg und Segel werden gekauft. Auch ein Trailer muss her. Schließlich soll das gute Stück ja nicht in der Halle verbleiben sondern stolz durch das Wasser kreuzen. Bis alles geliefert ist wird lackiert, geschliffen und wieder lackiert. Mindestens 3 Schichten Farbe müssen drauf ( damit alles zusammenhält behauptet meine Frau). Inzwischen sind auch alle bestellten Teile angekommen und können montiert und angepasst werden.

Es ist wieder Sommer geworden und der alles entscheidende Augenblick rückt immer näher. Zwar versuche ich die Taufe und die erste Wasserung geheim zu halten und habe den Termin auf einen sehr frühen Sonntag Morgen angesetzt. Ich will mich schließlich nicht blamieren wenn aus dem Segelboot ein U - Boot werden sollte. Aber irgendwie ist es doch bekannt geworden. Jetzt nur keine Zweifel anmerken lassen! Die Tochter nimmt die Taufe vor. Ruft Neptun und Rasmus an und wünscht dass immer die handbreit Wasser unter dem Kiel verbleibt und dann .......................

hurra es schwimmt. Welch schöner Lohn für die vielen Stunden Arbeit. Wenn das kein Grund zum Feiern ist!
Ein Prost und ein "Mast und Schotbruch" auf viele schöne Segelstunden.

HS.

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